Malaysia & Borneo
Malaysia war direkt auf den ersten Blick ein kulturell sehr vielfältiges Land. Hier findet man viele indische, chinesische und malaysische Einflüsse, den Hinduismus, den Christentum und auch den Islam. Eine sehr spannende Mischung und toll kennenzulernen. Allerdings waren wir insgesamt leider enttäuscht von Malaysia und vor allem von Borneo be. Dem malaysischen Teil Sabah. Aber lest selbst …
Georgetown
Nach einer 16 stündigen Busfahrt von Koh Phangan kamen wir endlich in Georgetown an. Das ist eine Halbinsel in Penang und vor allem für seine Streetart bekannt. Diese erkundeten wir auch direkt am ersten Tag und waren wirklich verliebt. Die Stadt erinnert generell eher an Portugal als an das bisherige Asien, was wir kennengelernt haben. Doch nachdem dieser Teil erkundet war, wussten wir schon ab Tag 2 nicht mehr was wir noch sehen könnten. Wir besuchten noch den Kek Lok Tempel etwas außerhalb, welcher sehr beeindruckend war. Darüber hinaus hat die Stadt nicht allzu viel zu bieten. Es gibt allerdings einen tollen veganen Falafelladen und tolle indische Restaurants im Little India, was sehr sehenswert ist. Länger als 2-3 Nächte würden wir hier nicht empfehlen.
Ipoh
Da Georgetown so voll & laut und unsere Unterkunft winzig sowie ohne Fenster war, entschlossen wir uns für etwas Auszeit. In Ipoh fanden wir dafür eine tolle Unterkunft. Die erste Unterkunft auf unserer gesamten Reise die mehr als 1 Zimmer umfasste. Wir konnten endlich wieder nach unserem Geschmack kochen, Frühstück zubereiten und auch das inkludierte Gym sowie Pool nutzen. Das tat uns richtig gut. Abgesehen davon haben wir aber ehrlicherweise nichts von Ipoh erkundet. Wir können euch aber sehr Yummy Bowls empfehlen! Die Inhaber waren super lieb und aufgeschlossen, leider eher selten in Malaysia… wir haben den Großteil der Menschen die ganze Zeit über als sehr verschlossen wahrgenommen und uns selten willkommen gefühlt. Ein ganz anderes und unschönes Lebensgefühl als in den Ländern davor. Doch wir lernten auch einige sehr liebe und offene Menschen kennen, dessen Präsenz wir umso mehr wertzuschätzen wussten!
Ipoh kann man gut überspringen oder für eine kleine Auszeit auf dem Weg nach Cameron Highlands nutzen.
Cameron Highlands
Definitiv unser Highlight auf dem Malaysischen Festland! Direkt in den Bergen auf 2.000m Höhe konnten wir mal wieder kühle frische Bergluft einatmen und unsere Regenjacken auspacken. Dort haben wir auch zum 1. Mal indisches Essen von Bananenblättern gegessen! Wir waren zwar nur 2 Nächte dort, aber haben in dieser Zeit eine tolle Wanderung zu einem Wasserfall sowie eine Halbtagstour zu einer wunderschönen Teeplantage, der dazugehörigen Teefabrik, einer Erdbeerplantage und dem Mossy Forest auf 2.400m Höhe gemacht. Unser Guide war so toll und die Landschaft wirklich atemberaubend. Wenn ihr mehr Zeit und ein höheres Budget habt, bucht euch ein gemütliches Berghotel und bleibt für 3-4 Nächte.
Kuala Lumpur
Die Hauptstadt von Malaysia mit über 10 Mio. Einwohner:innen. Sobald wir hinein gefahren sind, waren wir auch schon von tausenden riesigen Wolkenkratzern umgeben. Kuala Lumpur ist sehr modern, bietet alles was auch europäische Großstädte bieten und erinnert generell eher am New York als Asien. Hier befindet sich das zweithöchste Gebäude der Welt und auch die höchsten Twin Towers der Welt. Auch unser Airbnb war im 45. Stock und nicht für Menschen mit Höhenangst geeignet! Doch hier ging es uns mal wieder richtig gut, denn wir konnten unsere Routinen genau wie in Ipoh super verfolgen. Wir kochten fast ausschließlich, gingen immer wieder einkaufen wie zuhause, planten auch ein paar Aktivitäten außerhalb ein und lernten sogar eine kleine verschmuste Katze kennen. Im Infinity Pool und dem Gym liesen wir es uns jeden Tag gut gehen. Das Hotel hatte sogar einen riesigen Co Working Space, in dem wir auch perfekt arbeiten konnten. Da wir uns so wohl fühlten blieben wir ganze 2 Wochen dort!
PS: Das Pucks Coffee kann ich euch sehr ans Herz legen.
Kota Kinabalu - Borneo
Relativ spontan haben wir uns dann in Kuala Lumpur entschlossen nach Borneo zu fliegen und unsere Route dorthin fortzusetzen. Unsere Vorfreude war groß und wir flogen ohne große Recherche auf die drittgrößte Insel der Welt. Dort angekommen merkten wir leider wieder dass wirklich keinerlei Inselgefühl da war, sondern wir von einer lauten und grauen Großstadt begrüßt wurden. Auch dort haben wir uns selten wohl oder willkommen gefühlt. Wir planten dort unsere weitere Route und Aktivitäten, aber auch das war alles auf Borneo so viel schwerer als woanders. Man muss immer vor Ort zu allem hinfahren, da niemand antwortet und dann nachfragen oder etwas buchen, wie Transporttickets. Auch die Hitze hier machte uns am Anfang sehr zu schaffen.
Doch wir blieben positiv, buchten alles durch für unsere 2 Wochen auf Borneo (denn die Unterkünfte waren auch sehr begrenzt und für die Preise immer auf einem komischen Standard) und verschönerten uns unsere Zeit in Cafés und dem Kino.
Kota Kinabalu könnt ihr überspringen oder nach dem Flug für 1 Nacht bleiben. Dort gibt es nur das Inselhopping, was sehenswert sein soll. Das konnten wir leider nicht machen, da es unserem Kreislauf nicht gut ging.
Sandakan- Borneo
Nach 8h Busfahrt kamen wir in Sandakan an. Zunächst nur für 1 Nacht, denn dann stand auch schon unser Highlight für Borneo an! Übrigens ist Borneo mit den Flächen der Berge ausgeklappt fast so groß wie Australien, was die langen Fahrtzeiten erklärt. Für diese 200km haben wir ganze 8h gebraucht.
In Sandakan haben wir uns das Orang Utan Rehabilitation Zentrum angesehen, wo die Affen komplett frei in einem riesigen Dschungel leben und man als Besucher mit etwas Glück einen Blick auf die erhaschen kann. Sehr beeindruckend, denn Orang Utan ähneln uns zu 96% in der DNA und können echt ganz schön groß werden.
Bucht euch am besten direkt ein Hotel im Sepilok, wenn es euer Budget erlaubt. Von dort aus sind die ganzen Ausflüge leichter. 2-3 Nächte reichen hier komplett aus.
PS: Zum Essen können wir Coffee o Clock und das Aymeer Restoran empfehlen!
Kinabatangan River - Borneo
Am Kinabatangan Fluss fand unser Highlight statt! Da wir es unbedingt machen wollten, haben wir uns trotz der hohen Kosten für eine 3 tägige Flusssafari mitten im Dschungel entschieden. Das Ziel war es die Borneo Big 5 zu entdecken: Zwergelefanten, Nasenaffen, Orang Utan, Krokodile und Nashornvögel. Die Nasenaffen leben nur auf Borneo und auch die Orang Utan kann man sonst auch nur in Sumatra (Indonesien) sehen.
Also fuhren wir 2h nach Kinabatangan und checkten in unsere richtig schöne Naturvilla ein. Direkt im Dschungel konnten eir auch an einem Tag Silver Leaf Monkeys über und neben unserem Bungalow beobachten.
Wir hatten 2 Morgensafaris um 6 Uhr und 2 Nachmittagssafaris um 16 Uhr. Die erste um 16 Uhr fiel leider wortwörtlich ins Wasser aufgrund von sehr starkem Regen. Tag 2 starteten wir dann mit der ersten richtigen Safari und konnten schon einige Makaken und Nasenaffen sehen. Im Anschluss wanderten wir noch durch den Dschungel mit unserem Guide Ki und haben danach unsere eigenen Bäume mitten drin eingepflanzt, um den Lebensraum der Affen weiter zu erhalten. Bei der nächsten Safari sahen wir dann wieder zahlreiche Affenarten, Nashornvögel und sogar zwei wilde Zwergelefanten! So so toll. 🥹
Am nächsten Morgen hatten wir so einiges an Glück, denn nach nur 5 min. erhaschten wir einen Blick auf eine Orang Utan Mama und ihr Kind direkt in einer Baumkrone. Ein sehr seltener Anblick. Kurz vor Ende der Safari wurde es dann nochmal gruselig, denn wir sahen tatsächlich ein großes Krokodil! Um die 5m lang war es und sah wirklich gruselig aus. (Wir hielten natürlich zu allen Tieren sehr viel Abstand ein.)
Somit war die Safari ein riesiger Erfolg für uns und ein Erlebnis, das wir nie vergessen werden. Das Gefühl wilde Tiere in ihrem freien Lebensraum zu sehen ist einfach unbeschreiblich, wenn man Tiere so sehr liebt und faszinierend findet wie wir. Wir haben die Tour mit Borneo Calling gemacht und können sie sehr empfehlen!
Semporna - Borneo
Unser letzter Stopp auf Borneo und diesmal direkt am Meer. Da wir aber schon beim Aussteigen aus unserem Bus bemerkten, wie viel Armut und leider auch aufdringliche Bettler es vor allem in Meeresnähe gibt, mieden wir diese so gut es ging. Semporna ist für ein wunderschönes Tauchen bekannt, aber wir entschlossen uns dagegen, da es wirklich teuer wäre und in diesem Meeresgebiet auch öfter Fälle von Piraterie gegeben hat. Somit nutzen wir die Tage nun dafür unsere Weiterreise nach Indonesien vorzubereiten und uns den Alltag in dieser Stadt zu romantisieren. Das Secawan und Amazing Café können wir euch sehr empfehlen. Da hier die Schere zwischen arm und reich sehr groß ist, fühlten wir uns nicht sehr wohl. Länger als 3 Nächte würden wir nicht bleiben.
